Great Ocean Road

Nach der bereits erwähnten eiskalten Nacht im Zelt war es mir tatsächlich eine Leichtigkeit, morgens noch vor 6 Uhr die Federn zu verlassen, da ich dank der widrigen Temperaturen eh kein Auge zubekommen habe.

Also ging es zeitig los, um quer durch Melbourne zu fahren und in Torquay den ersten Stop einzulegen, da hier die Great Ocean Road – oder B100 – beginnt und sich gen Westen schlängelt. Hier war das Wetter allerdings nicht besonders einladend für unser eigentliches Vorhaben, hier herumzuschlendern und die Zeit in Cafes zu genießen. Also ging es gleich weiter zum berühmten Bells Beach, an dem man Surfer beobachten konnte.

Am darauf folgenden Pt. Addis Lookout machte man ebenfalls eine kleine Aussichtspause.

Coole Productplacement Shots müssen dann aber auch sein 😉

Weiter im Westen hielten wir dann für den Memorial Arch, der zum Gedenken derer errichtet wurde, die in harter körperlicher Arbeit die Great Ocean Road verlegten.

Am Cape Patton Lookout hielten wir ebenfalls kurz. Eine weitere Aussicht eben. Jedoch interessant war hier, dass die Straßenführung so langsam der Erwartung gleicht: direkt an der Küste, hin und her schlängelnd, spannend zu fahren. Sehr gut!

Nicht weit davon entfernt machten wir im noblen Ort Apollo Bay Pause und marschierten zum nicht ganz so bekannten Marriners Lookout – einer Aussicht, die sich lohnte.

Der vorletzte Stop war dann der Maits Rest Rainforestwalk. Ein kleiner, 40minütiger Loop auf gut präparierten Wegen und Holzbrücken zeigte riesige Bäume und Farne gleich neben dem Meer. Für mich ansich nichts neues mehr, aber dennoch ein spaßiges Unterfangen mit Kamera und Blödeleien.

Den wichtigsten Leuchtturm Australiens am Cape Otway konnten wir allerdings nicht mehr besuchen, da sich dieser in einer Art „Touristenpark“ befindet, für welchen man a) Eintritt löhnen muss und b) vor 17 Uhr ankommen sollte. Immerhin trafen wir hier auf ein kleines schwarzes Wallaby:

Hauptsächlich nutzten wir die gewonnene Zeit so: wir suchten nach einem passenden Campingplatz: Princetwon Recreation Reserve and Camping, keine 5 Minuten Fahrt vom Hauptziel der Great Ocean Road entfernt, nämlich den 12 Aposteln. Doch auf dem Weg dorthin fuhren wir zur Zeit der Golden Hour und wurden Zeugen einiger dramatischen Perspektiven:

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An der Campsite selbst hatten wir beide irgendwie nicht mehr die Idee, am nächsten Morgen die 12 Apostel bei Sonnenaufgang anzusteuern. Vielleicht aber auch nicht die schlechteste Variante, da ich den vergangenen fünften Tag ja so gut wie ohne Schlaf durchstand.

Tag 6 unserer Reise war dann um einiges einfacher und strukturierter. Ausgeschlafen, satt und motiviert ging es ie schon bei den McDonnel Ranges um Alice Springs weiter: Wir folgten einfach der B100 und stoppten bei fast jedem Sightseeing Schild. Auf diese Weise entdeckten wir:

1. Gibson Steps (hier sieht man bereits zwei der 12 Apostel. Zudem hatten wir Glück mit dem Wasserstand, denn bei high tide darf man nicht runter zum Strand. Dafür aber Pech mit dem Wetter – Küste eben. Unberechenbar.)

2. Twelve Apostles (nachdem hier das Wetter zu Beginn auch noch semigut war, kehrten wir nach Loch Ard Gorch hierhin zurück, um alles nochmal in Sonnenlicht zu sehen, Stress um das perfekte Andenkenbild inklusive)

3. Loch Ard Gorch

Hier fanden wir auch mal wieder interessante Pflanzenwelt:

4. Port Campbell

5. The Arch

Maggy war hier dann besonders in Outlaw-Stimmung:

6. London Bridge (eine Felsformation, die der London Towerbridge ähnlich sehen soll)

Auch hier sehenswerte Flora:

7. The Grotto (besonders interessant hier die meterhohe Gischt, wenn eine alle 15 Minuten kommende starke Welle gegen die Felsen prallt.

8. Bay of Islands (quasi eine kleinere Version der 12 Apostel, nämlich viele kleine Felsklippen im Meee)

Inklusive Drohnenaction (vorher leider immer verboten und wegen starker Winde mMn. auch nicht sicher)

Bei einsetzendem Sonnenuntergang und Blick in den Westen kann man schonmal ins Träumen verfallen. Touristen waren hier nämlich auch nicht allzuviele, sodass man den Moment tatsächlich mal genießen konnte:

Die nächsten und letzten 3 Stunden unserer Fahrt ging es dann quer durch Land Richtung Melbourne.

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