Die Gegend um Kampot

Kampot ist vor allem für eines bekannt: den wohl besten Pfeffer der Welt. Schon die Franzosen unterstreichten ihren Status mit einer Kampotmühle auf dem Tisch. So findet man im sehr ruhigen Städtchen am Prek Thom River immer wieder französischen Architektureinfluss. Hier bin ich aber kein Experte und merke nur, dass die Häuser irgendwie Kolonial-like aussehen. Das reicht mir 😉

Um Kampot herum kann man einige Dinge besichtigen, u.a. den Bokor Nationalpark. Ich entschied mich aber für eine Sehenswürdigkeit, die die meisten TukTuk Fahrer und Hotels nicht von sich aus anbieten: einem kleinen Schrein in einer Höhle, mitsamt Aussichtspunkt. Warum wird das nicht jedem Touristen mit einer Kamera angeboten? Ganz klar: die „Straße“ dorthin ist eher ein mit bis zu 30cm tiefen Schlaglöchern oder halbreifen tiefen Pfützen übersähter Trampelpfad. Eigentlich nur noch mit dem Motorrad oder LKW/Jeep schaffbar, nicht mit dem TukTuk. So ging es auch für mich los: als zweiter Passagier hinten auf dem Motorrad von Siem sitzend. Den Helm hab ich dann aus blinden Vertrauen nicht aufgesetzt und musste bei all den Unwegsamkeiten auch einmal absteigen, dass Siem das Bike durch das Wasser treiben konnte.

Die Fahrt war sehr spannend, da ich bei perfektem Wetter nun wirklich ins kambodschanische Landleben eingetaucht bin. Vorbei an Viehtreibern, Reisbauern, verwunderten Greisen und lebensfrohen Kindern war erst nach ca. 1h Fahrt beim Aufstieg zur Höhle etwas von Tourismus zu merken: 1$ Eintritt und die Kinder versuchen einem eine „Guided Tour“ anzudrehen.

Doch mit Stirnlampe und Kamera war ich durchaus alleine in der Lage, mich in die Höhle zu wagen und durch den einen oder anderen Felsspalt zu drücken. Wie damals in Norwegen, Adrian! Beim Anflug von Fledermäusen erschrickt man zwar, aber auch das ist überlebt.

Weiter ging es über den sogenannten Secret Lake, den Reisbauern zu Bewässerung anlegten, zu einer Pfefferplantage. Bei einer kostenlosen Führung über das Areal der 22.000 Pfefferstauden mitsamt Kostprobe einer jeder Pfeffersorte wusste man nun auch Bescheid:

  • Grüner Pfeffer ist der weicheste, ganz am Anfang der Reife.
  • Ist er reif, wird er zum roten Pfeffer und ein bisschen schärfer.
  • Wäscht man diesen nun und pellt die Hülle ab, erhält man weißen Pfeffer.
  • Trocknet und kocht man ihn hingegen, erhält man den schärfsten: den schwarzen Pfeffer.
  • Zudem gibt es noch grünen und roten Pfeffer in Form von kleinen Tannenzapfen. Diese Sorte ist sehr scharf, man mahlt sie zudem nicht, sondern schneidet sie klein und kocht sie ein.

Abends dann gemütlich entspannen mit Blick auf den Sonnenuntergang über den Fluss bei Bier, Snacks und Gesprächen mit Christin, Helen und Nancy. Später kamen dann noch zwei Schweizer, zwei Briten, vier Deutsche, zwei Österreicher und zwei Kanadier dazu. Wirklich gelungene Abende auf dem Night Market mit Freizeitparkschiffschaukel oder an der Bar von Park Inn.

Nur wohin soll es denn jetzt als nächstes gehen?

Das wird sich bald entschieden, jetzt erstmal den Sonnenuntergang genießen: #nofilter

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