Das Gepäck

Für mindestens sechs Monate zu packen ist gar nicht so einfach, vor allem da ich bei einem Flug nur 20kg Gepäck aufgeben darf…

Allerdings darf man sich dadurch nicht unterkriegen lassen und muss einfach mal anfangen das Zeug bereit zu legen. Hier stellte ich mir folgende Fragen:

  • Was habe ich die letzten Urlaube eingepackt, mitgeschleppt, aber nie wirklich gebraucht?
  • Was habe ich das eine oder andere Mal dann doch vermisst?
  • Was habe ich tatsächlich täglich gebraucht?
  • Auf was kann ich das nächste dreiviertel Jahr verzichten?

Mit Hilfe dieser Fragen konnte ich beispielsweise die Kleidung deutlich auf eher funktionelle und praktische als auch leichte Stücke reduzieren. Ein chices Leinenhemd macht sich zwar gut, wenn man einmal besser Essen gehen wird, allerdings ist es sonst dann doch nur hinderlich. Hier haben 100 Gramm leichte Funktionsshirts das Rennen gemacht. Einen Pulli? Braucht man, wenn man eine ultraleichte und komprimierbare Daunensteppjacke hat auch nicht.

An der Technik wiederum wollte ich nicht sparen. Meine Spiegelreflex mit Reiseobjektiv, Stativ und Objektiven sowie Ersatzakkus und Rucksackmounts musste mit. Eben so die Drohne daheim zu lassen hätte ich wohl sehr bald bereut. Wie ich hier das Speicherproblem löse, also mir zum Beispiel die Dropbox upgrade oder einfach (Mini)-SD Karten nachkaufen, entscheidet sich noch im Verlauf.

Zusätzliches Gewicht durch die Reiseführer ließ sich leider auch nicht vermeiden. An dieser Stelle ein großes Danke an Leo und Freddy fürs unkomplizierte Ausleihen! Hier bin ich nunmal altmodisch und habe lieber Papier zwischen den Fingern als ein Touchpad unter ihnen. Ob ich nun die Reiseführer für die südostasiatischen Länder bei meiner Ankunft in Australien zurück nach Deutschland schicke oder weiter mit mir herumschleppe, entscheidet sich dann wohl auch vor Ort. Keine Ahnung nämlich was so ein internationales Paket kostet… die Finanzen wiederum sind ein weiteres Thema, auf das ich bestimmt auch irgendwann mal eingehen werde.

Summa summarum wog der gesamte 70l Rucksack incl. Handgepäck dann zirka 25kg. Hinsichtlich der Tatsache, dass ich ja auch noch ins Handgepäck umfüllen darf, ist das mehr als zu vertreten und hinsichtlich der von mir deutlich unterschrittenen Regel, dass „Marschgepäck“ maximal ein Drittel des Körpergewichts wiegen darf, auch. Und wer weiß: vielleicht wird’s ja wirklich nach der einen oder anderen Rücksendeaktion leichter.

Souvenirs jedenfalls plane sich sicher so schnell wie möglich in die Heimat zu schicken.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man bestimmt mit weniger Gepäck losziehen kann. Allerdings habe ich mich diesmal deutlich unterboten, was den Füllungszustand (Volumen) und das Gewicht des Rucksackes angeht. Zudem muss man sich auch einfach vor Augen halten, dass Technik für Foto und Film eben ihren Preis fordert.

Aktuell bin ich auch noch überzeugt davon, dass dieser Preis es wert ist.

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